Notizen zum Thema

Die Handhabung öffentlicher Zuschüsse zu kirchlichen Festen ist seit vielen Jahren Gegenstand aktiver Proteste. Rechnet man die Zuwendungen öffentlicher Stellen (Stadt, Land, Bund) sowie die Einnahmen aus Kartenverkäufen zusammen, so bleiben bei den Kirchen selbst nur minimale Belastungen übrig. Im Folgenden finden Sie eine Reihe von Notizen zum Thema: 

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Frankfurt am Main, 29. Mai 2018

DIE LINKE Fraktion im Römer spricht sich gegen Finanzierung des Ökumenischen Kirchentages 2021
in Frankfurt am Main aus

Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt die Ausrichtung des Ökumenischen Kirchentages im Jahr 2021 mit finanziellen Mitteln in Höhe von rund 5 Millionen Euro, teilweise als reiner Barmittelzuschuss, der ohne jeglichen Nachweis ausgezahlt wird. Beide großen Kirchen sind bislang nicht durch Bedürftigkeit aufgefallen, erklärt Michael Müller, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Römer. Die Veranstaltung könnte auch ohne Finanzierung durch die Stadt erfolgen. Bemerkenswert ist, dass sich neben der Stadt auch das Land Hessen an der Finanzierung beteiligt, und damit die öffentliche Hand in nicht unerheblichem Maße, hier eine Veranstaltung finanziert, die von den beiden großen Kirchen selbst getragen werden könnte. Der Kirchendezernent Uwe Becker argumentierte mit der Strahlkraft des Kirchentages, der Ausstrahlung weit über die Stadtgrenzen und des Imagegewinnes für die Stadt. Alles Punkte, die für sich genommen, keinen Finanzierung rechtfertigen.

Gerade vor dem Hintergrund der angekündigten Haushaltskürzungen durch den Magistrat, ist es absurd, warum hier die städtische Schatulle weit geöffnet wird, während z. B. die Zuschüsse für freie Träger in der Sozialarbeit gekürzt werden, es kein Geld gibt, die Schwimmbadpreise stabil zu halten und jetzt sogar die Friedhofsgebühren in Frankfurt erneut um 12% angehoben wurden. Es bleibt dabei, die Stadt finanziert hier ein Ereignis ohne Not und Grund. Der ökumenische Kirchentag hätte auch ohne diese „gönnerhafte“ Finanzspritze durch die Stadt durchgeführt werden können und müssen.

Michael Müller
Stvv. DIE LINKE. im Römer